Mit Dachbox und Skiträger obenauf

Platz da für Skier, Snowboards und Boots! Die sperrigen Spaßmacher werden jetzt aufs Dach in Boxen und auf Skiträgern verbannt.

Damit der Transport auf der Reise ins Schneeparadies auch sicher über die Bühne geht, stehen die Kfz-Meisterbetriebe den Autofahrern zu Seite. Sie beraten, montieren, verkaufen oder vermieten das Zubehör.

Regel 1: sicher halten

Dachbox und Skiträger brauchen Grundträger, die nahezu auf alle Autos passen und nicht zwingend eine Dachreling voraussetzen. Viele Fahrzeuge haben aber auch modellspezifische Befestigungspunkte und Trägersysteme.

Einmal montiert, hält die Grundausstattung übers Jahr abwechselnd Skiträger, Dachbox, Leiter oder Paddelboot. Ab und zu, regelmäßig aber bei voller Urlaubslast, sollten Pausen genutzt werden, um den festen Sitz der Gepäckträger zu checken.

Regel 2: richtig wählen

Ob Dachbox oder Skiträger – mit einem amtlichen Prüfzeichen ist man auf der sicheren Seite. Dachbox-Interessenten sollten ihr Gepäck vorher ausmessen und wissen, wie viel das Auto tragen darf.

Die zulässige Dachlast (steht im Fahrzeugschein) gibt die Obergrenze vor – Summe aus dem Gewicht des Trägers, der Dachbox und des Gepäcks. Achtung bei Skiträgern: Die breiten Carving-Ski passen nicht in jede Halterung.

Welche Dachboxen leicht montierbar, dicht und gegen Diebstahl sicher sind, sich per Gasbetrieb oder Teleskopstangen leicht öffnen lassen und wie viel sie fassen können wissen die Kfz-Betriebe. Stiftung Warentest, Automobilklubs oder Fachzeitschriften holen die Kandidaten ebenfalls regelmäßig auf den Prüfstand.

Regel 3: ordentlich packen

Skier immer mit den Spitzen nach hinten festzurren. Alternativ bietet sich der Skisack an. Er schützt die Bretter vor Korrosion. Gut ausgestattete Dachboxen haben innen Zurrgurte zum Fixieren des Gepäcks. Ladeprofis packen Schweres in die Mitte und polstern zusätzlich die Dachboxspitze mit Decken aus, damit bei abrupten Bremsmanövern nichts zum Geschoss wird.

Regel 4: bewusst fahren

Ein Tempolimit mit Dachbox ist gesetzlich zwar nicht vorgeschrieben, ist wegen des erhöhtenLuftwiderstandes aber sinnvoll. Maximal Tempo 130 – das spart erheblich Kraftstoff, senkt den Geräuschpegel und hält das Fahrzeug besser unter Kontrolle. Das einen halben Meter hohe „Oberstübchen“ erschwert auch das Parken. Mit Dachboxen sind viele Parkhäuser und manche Brücken tabu.

Regel 5: alternativ entscheiden

Nicht jeder hat eine Garage, den großen Keller und fährt jedes Wochenende in den Skiurlaub.  Werkstätten und Automobilklubs verleihen Trägersysteme.

Regel 6: pfleglich behandeln

Was dem Auto schadet, zehrt auch an Box und Träger. Regelmäßig waschen ja, aber Hände weg von Reinigern und Wachsen, die Lösungsmittel oder Öle enthalten. Silikonspray schützt die Schlösser. Die Wäsche in der automatischen Anlage ist mit dieser „Montur“ natürlich verboten.

Letzte Änderung: 09.01.2017