Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe
 
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Robert Rademacher, Jahrespressekonferenz 2010

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Namen des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe darf ich Sie sehr herzlich zur diesjährigen Jahrespressekonferenz begrüßen, die wir diesmal hier in Düsseldorf durchführen. 

Die Themen unserer Pressekonferenz sind zum einen ein Rückblick auf das besondere Autojahr 2009 sowie zum anderen ein Blick auf die aktuelle Situation sowie die mögliche weitere Entwicklung in diesem Jahr.

Um es gleich vorwegzunehmen, und diese Aussage wird Sie nicht überraschen: Auch in diesem Jahr werden unsere Kfz-Meisterbetriebe wieder Autos verkaufen und Servicedienstleistungen von höchster Qualität erbringen. Doch die Geschäfte werden sich wieder auf ein „normales“ Niveau einpendeln, wie wir es bereits für 2009 ohne die Sonderkonjunktur der „Umweltprämie“ erwartet hatten.

Um es mit Bertolt Brecht zu sagen: „Die Mühen der Berge haben wir hinter uns, vor uns liegen die Mühen der Ebene.“ „Berge“ im Sinne des überdurchschnittlichen Engagements unserer Branche, die im letzten Jahr mehr als 3,8 Millionen neu zugelassene Pkw und damit über 700.000 mehr an die Kunden ausgeliefert hat als in 2008. Und „Ebene“ als Sinnbild des Normalmarkts, den wir in diesem Jahr mit einem Volumen von voraussichtlich etwa 2,7 bis 2,8 Millionen Pkw-Neuzulassungen um zirka 10 Prozent unterschreiten werden.

Bevor ich auf die Erwartungen, Einschätzungen und Forderungen für das laufende Jahr näher eingehe, gestatten Sie mir vorab eine kurze Bilanz des Autojahres 2009 aus Sicht der Kfz-Meisterbetriebe.

Zum Jahresende 2009 zählte unsere Branche bundesweit insgesamt 38.300 Kfz-Meisterbetriebe, davon waren 18.250 fabrikatsgebundene Autohäuser und 20.050 freie Werkstätten. Damit ging die Gesamtzahl der Betriebe um 2 Prozent beziehungsweise 800 Betriebe gegenüber dem Jahresende 2008 zurück. Der Löwenanteil dieses Rückgangs betrifft die fabrikatsgebundenen Betriebe mit 650 Einheiten. Im Jahr zuvor hatten wir einen Verlust von insgesamt 650 Betrieben zu verzeichnen.

Per Ultimo 2009 beschäftigten die Kfz-Meisterbetriebe insgesamt 456.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in technischen und kaufmännischen Berufen, das sind 1,3 Prozent beziehungsweise knapp 6.000 Menschen weniger als Ende des Vorjahres. Parallel dazu ging auch die Gesamtzahl der Auszubildenden im Kfz-Gewerbe um 4 Prozent auf nunmehr knapp 85.500 eingetragene Ausbildungsverhältnisse zurück.

Diese Zahlen spiegeln wider, dass viele Kfz-Meisterbetriebe im Angesicht der wirtschaftlich unsicheren Lage den Personalbedarf vorsichtiger planen. Zudem spielt hier aber auch die demografische Entwicklung eine Rolle: In 2010 sinkt die Zahl der Schulabgänger bundesweit um zirka 25.000 junge Menschen. Die Bemühungen der Betriebe um qualifizierten Nachwuchs werden immer größer werden müssen. Der seit nunmehr 25 Jahren bestehenden „Nachwuchsförderungskampagne“ – einer Gemeinschaftsinitiative des ZDK mit der Automobilindustrie - wird damit eine stetig steigende Bedeutung zukommen, auch für die Zukunft eine ausreichende Anzahl an qualifizierten Auszubildenden zu rekrutieren.

Doch zurück zu den Zahlen. Der Gesamtumsatz, den die Betriebe mit dem Verkauf neuer und gebrauchter Pkw und Lkw sowie mit dem Service erzielt haben, ist in 2009 um 3,7 Prozent gestiegen und lag bei 134,4 Milliarden Euro. In 2008 hatten wir einen Umsatz von 129,5 Milliarden Euro zu verzeichnen gehabt.

Während die Umsätze mit dem Verkauf von Neufahrzeugen erwartungsgemäß anstiegen, und zwar um 11,6 Prozent auf 59,6 Milliarden Euro, wurde auch das Pkw-Gebrauchtwagengeschäft in 2009 durch die Umweltprämie positiv beeinflusst, und zwar durch den Verkauf prämienfähiger Jahreswagen. Dies führte zu einem Umsatzzuwachs von 3,9 Prozent auf insgesamt 39 Milliarden Euro, wobei dieser Zuwachs allein vom markengebundenen Gebrauchtwagenhandel getragen wurde mit einem Anstieg von 5,6 Prozent auf 30,5 Milliarden Euro. Im reinen Gebrauchtwagenhandel gab es hingegen einen leichten Umsatzrückgang von 3,4 Prozent auf 8,5 Milliarden Euro.

Der Nutzfahrzeugmarkt hingegen erlitt im Jahr 2009 deutliche Einbußen. Bei Neufahrzeugen lag der Umsatz mit 4,4 Milliarden Euro um 39 Prozent unter dem Wert des Vorjahres, als noch 7,2 Milliarden Euro umgesetzt wurden. Der Gebrauchtwagenhandel mit Nutzfahrzeugen zeigte sich hingegen recht stabil und legte leicht um 2,6 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro zu.

Über das Werkstatt- und Servicegeschäft wird Sie später Herr Hülsdonk informieren.

Die Umsatzsteigerungen haben sich auch positiv auf die Renditen unserer Autohäuser ausgewirkt. Vor einem Jahr mussten wir konstatieren, dass die durchschnittliche Rendite im Kfz-Gewerbe erstmals seit langer Zeit leider in den roten Bereich gerutscht war und eine völlig unbefriedigende Ertragssituation widerspiegelte. Im Jahr der Umweltprämie ist nun auch wieder mehr Geld in den Kassen des Autohandels und der Werkstätten geblieben: die Durchschnittsrendite stieg auf den vorläufigen Wert von über einem Prozent und damit wieder in den schwarzen Bereich. Dies ist eine vorläufige Zahl, da die endgültigen Zahlen aller Jahresabschlüsse der Betriebe noch nicht vorliegen.

Nicht nur deshalb ist diese Zahl lediglich eine Momentaufnahme aus dem Ausnahmejahr 2009. Nach wie vor werden die Überschüsse überwiegend im Servicegeschäft erwirtschaftet. In unseren Betrieben müssen nun alle Register gezogen werden, diese positive Renditeentwicklung auch im „Normaljahr 2010“  zu realisieren. Dazu gehört auch, die etwa 500.000 Neukunden zu binden, die durch die Umweltprämie erstmals ein Neufahrzeug in einem Autohaus gekauft haben.

Trotz dieser positiven Momentaufnahme kommen wir an der Tatsache nicht vorbei, dass sich das Kfz-Gewerbe in einem umfassenden Strukturwandel befindet, und dies nicht erst seit heute. Der Trend hin zu weniger, aber größeren Unternehmen mit mehreren Betriebsstätten wird sich fortsetzen. Heute hat ein Unternehmen im Durchschnitt etwa zwei Betriebsstätten. Noch vor zehn Jahren waren es 1,25, und wir gehen davon aus, dass es in weiteren zehn Jahren etwa dreieinhalb bis vier Betriebsstätten pro Unternehmen sein werden. Auch die Gesamtzahl der Betriebsstätten wird weiter sinken, wenn auch weniger stark. So gehen wir davon aus, dass wir von derzeit 18.250 fabrikatsgebundenen Betriebsstätten in den nächsten acht bis zehn Jahren auf eine Zahl von etwa 15.000 bis 16.000 Betrieben kommen werden. Das ist ein schmerzlicher Anpassungsprozess in einem gesättigten Markt, der ein Wachstum nur in bestimmten Grenzen zulässt. Um den verbleibenden Marktteilnehmern dabei ein auskömmliches Überleben zu sichern, müssen sich auch die Grundlagen der Zusammenarbeit zwischen Herstellern und Handel verändern. Dazu werden wir den Vertretern der Automobilhersteller und Importeure sowie der Öffentlichkeit in Kürze die Grundlagen für ein neues Geschäftsmodell vorstellen.

Gestatten Sie mir, an dieser Stelle noch einmal auf besonders augenfällige Auswirkungen der Umweltprämie im Autojahr 2009 einzugehen. Gewinner waren die Fahrzeugsegmente Minis und Kleinwagen. Gegenüber 2008 steigerten die Minis ihren Anteil an den Neuzulassungen von 6 auf 10 Prozent, die Kleinwagen von 18 auf 24 Prozent. Die Mittelklasse büßte vier Prozentpunkte an den Neuzulassungen ein, ihr Anteil fiel von 17 auf 13 Prozent. Daneben verloren auch die obere Mittelklasse, die Oberklasse, Sportwagen und die Großraum-Vans.

Daraus folgen auch signifikante Veränderungen bei den Durchschnittspreisen für Neuwagen. In den alten Bundesländern ist der durchschnittliche Neuwagenpreis fast exakt auf das Niveau von 2003 gefallen und liegt nun bei 22.730 Euro. Das sind 15 Prozent weniger als in 2008, da lag er noch bei 26.750 Euro. In den neuen Ländern gab es lediglich einen leichten Rückgang des Neuwagen-Durchschnittspreises auf 21.220 Euro und damit um 0,5 Prozent gegenüber 2008, als der Preis noch durchschnittlich 21.310 Euro betrug. Insgesamt hat die Umweltprämie also für eine deutliche Annäherung des Preisniveaus in Ost- und Westdeutschland geführt. Ob dies von Dauer ist, bleibt abzuwarten.

Bei den Gebrauchtwagen ging die Zahl der Besitzumschreibungen in 2009 leicht um 1,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück, und die durchschnittlichen Gebrauchwagenpreise gaben lediglich um 100 Euro nach, von 8.690 Euro in 2008 auf 8.590 Euro in 2009. Hier sind die durchschnittlichen Preise von Gebrauchtwagen zusammengefasst, die sowohl vom Neuwagenhandel als auch vom reinen Gebrauchtwagenhandel und von privat getätigt wurden.

Bezogen auf die Kraftstoffarten haben Dieselfahrzeuge gegenüber 2008 weiter an Boden verloren. Deren Anteil bei Neuwagen ging 2009 um 14,4 Prozent gegenüber 2008 zurück – ein Zeichen dafür, dass die Umweltprämienkäufer bei den Kleinfahrzeugen auf preisgünstige Benziner setzten.

Die Umweltprämie hat außerdem für eine starke Angleichung der Verhältnisse zwischen privaten und gewerblichen Zulassungen gesorgt. 77,2 Prozent mehr private Zulassungen in 2009 und ein Rückgang der gewerblichen Zulassungen um 18,5 Prozent gegenüber 2008 bringen ein Verhältnis von 37,3 Prozent gewerblichen Neuzulassungen in 2009 gegenüber 62,7 Prozent privaten Zulassungen. Im Jahr davor lag das Verhältnis bei 56,4 zu 43,6 Prozent, gewerblich gegenüber privat. Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass die in den gewerblichen Zahlen enthaltenen Dienstfahrzeuge meist auch privat genutzt werden und dann ein Privatfahrzeug ersetzen.

Insgesamt dürfen diese Zahlen aus dem Ausnahmejahr 2009 nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir uns im Kfz-Gewerbe an einen niedrigeren „Normalmarkt“ gewöhnen müssen – das heißt an eine jährliche Zahl von etwa 3 Millionen Neufahrzeugen und etwa 6 Millionen Gebrauchtwagen, wobei eine Schwankungsbreite von 5 bis 10 Prozent nach oben und unten in einem gesättigten Markt im Toleranzbereich liegt.

Hersteller und Händler müssen sich darauf einstellen. Als Verband haben wir bei jeder Gelegenheit darauf hingewiesen, dass die Händler schlanker und kundennäher werden müssen. Das ist nicht bei allen auf offene Ohren gestoßen getreu der Faustischen Sentenz: „Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube.“ Dennoch haben viele Unternehmen etwas für die eigene Fitness getan, doch sie dürfen auch von den Herstellern nicht überfordert werden. Die Hersteller müssen dringend ihre Liefermengen an die Nachfrage anpassen und sollten nicht zu viele Fahrzeuge in den deutschen Markt drücken, nur weil sich hier bessere Preise erzielen lassen.

In diesen Zusammenhang gehört auch das Thema „Rabattitis“, wie ich das kaum noch nachvollziehbare Nachlassgebaren in unserer Branche nennen möchte. Durch die Umweltprämie sind die Kunden an ein teilweise völlig unrealistisches Preisniveau gewöhnt, so dass es schwierig werden wird, die Preise wieder auf ein betriebswirtschaftlich gesundes Niveau zu bringen. Bei zweistelligen Nachlässen wird im Handel nur noch Geld gewechselt, es sei denn, die Hersteller beteiligen sich mit Abverkaufshilfen, etwa bei Auslaufmodellen. Deshalb muss es zu einer Normalisierung der Rabatte kommen. Wir haben gar keine andere Wahl. Das werden auch die Kunden nachvollziehen können. Denn größere Nachlässe bei Neuwagen entwerten auch die Fahrzeuge in Kundenhand.

Eine zusätzliche Belastung erheblichen Ausmaßes für den Handel bringen die Leasing-Rückläufer, weil Hersteller und ihre Finanzdienstleister die Restwerte von Leasingfahrzeugen in der Vergangenheit viel zu hoch angesetzt haben. Aufgrund dessen müssen die Händler nach dem Auslaufen der Leasingverträge die Fahrzeuge überteuert zurücknehmen und die Verluste tragen. Hier muss dringend etwas geschehen, und bei einigen Herstellern hat sich schon etwas bewegt. Denn nur in Deutschland wird das Restwertrisiko den Händlern aufgebürdet, in anderen europäischen Märkten und in den USA tragen es die Hersteller. Als Verband setzen wir uns nachdrücklich für entsprechende Lösungen mit den Herstellern und Importeuren ein.

Ein weiteres Thema, das unsere Branche beschäftigt, ist die Kfz-Gruppenfreistellungsverordnung GVO. Wie Sie wissen, wird am 1. Juni 2010 eine neue Kfz-GVO in Kraft treten und bis zum 31. Mai 2020 gelten. Sie regelt den Service- und Ersatzteilbereich, auch Aftersales genannt. Für den Vertrieb von Neufahrzeugen gilt, dass die Regelungen der heutigen Kfz-GVO um drei Jahre bis zum 31. Mai 2013 verlängert werden. Ab dem 1. Juni 2013 gilt dann die so genannte Vertikal-GVO, ergänzt um die dazugehörigen Leitlinien sowie die Leitlinien zur neuen Kfz-GVO. Alles in allem ein hoch komplexes Gebilde, das ich Ihnen auch gar nicht in allen Einzelheiten nahebringen möchte. Wichtig ist mir, auf die für Handel und Service wichtigen Punkte einzugehen.

Grundsätzlich begrüßen wir, dass die Regelungen der heutigen Kfz-GVO im Neuwagenbereich um drei Jahre verlängert werden. Ebenfalls positiv bewerten wir, dass im Bereich Service und Ersatzteile grundsätzlich das heutige System beibehalten werden soll. Hingegen sehen wir es als problematisch an, dass im Neuwagenvertrieb ab 1. Juni 2013 die Vertikal-GVO gelten soll. Dies führt zu einer Schwächung der Position des Handels, da Hersteller und Importeure den Mehrmarkenvertrieb einschränken, eine Bezugspflicht für Neuwagen ihrer Marke von bis zu 80 Prozent des Gesamtbezugs vorsehen und die so genannte Niederlassungsfreiheit aufheben könnten. Zudem entfallen die Regelungen des heutigen Artikels 3 der Kfz-GVO, der sowohl Mindestkündigungsfristen als auch einen Begründungszwang bei einer ordentlichen Kündigung vorsieht und Möglichkeiten der Übertragung des Vertrages ohne Zustimmung des Herstellers oder Importeurs möglich macht.

Ebenfalls problematisch ist es aus unserer Sicht, dass es im Aftersales keine klaren Regelungen wie in der heutigen Kfz-GVO geben wird. Bei direkter Anwendung des EU-Vertrages, den die GVO ja letztlich nur konkretisiert,  wird die Rechtsunsicherheit vermutlich zunehmen. Daher plädieren wir nachdrücklich dafür, die Bestimmungen der aktuellen Kfz-GVO insbesondere hinsichtlich des Mehrmarkenvertriebs und der bestehenden Kündigungsbestimmungen auf europäischer Ebene langfristig rechtlich verbindlich zu erhalten. Investitionen der kleinen und mittelständischen Unternehmen in den Mehrmarkenvertrieb, die im Vertrauen auf die bisherige GVO getätigt wurden, lassen sich nicht mehr amortisieren, sollte der Mehrmarkenvertrieb unterbunden werden. Dies steht in offenem Widerspruch zum besonderen Schutz der kleinen und mittelständischen Unternehmen, den die Europäische Union im Small Business Act ausdrücklich verankert hat.

Wechseln wir von Brüssel nach Berlin: Eine weitere Forderung unsererseits ist eine käuferfreundlichere Dienstwagen-Besteuerung. Für die Besteuerung der privaten Nutzung sollte nicht mehr der Neuwagen-Listenpreis, sondern der tatsächliche Anschaffungspreis des Fahrzeugs zu Grunde gelegt werden, gepaart mit einer Abschmelzung dieser Bemessungsgrundlage pro Jahr der Nutzung. Dies sollte für Neu- und Gebrauchtwagen gelten. Gerade in den gehobenen Fahrzeugsegmenten müssen im ersten Jahr Wertverluste von bis zu 40 Prozent hingenommen werden. Die Umsetzung unseres Vorschlages würde auch jüngere Gebrauchtwagen für Unternehmen und ihre Mitarbeiter als Dienstwagen attraktiver und vor allem bezahlbarer machen.

Zu guter Letzt möchte ich noch eine Lanze für das Wechselkennzeichen brechen, das es in unseren Nachbarländern Schweiz und Österreich bereits gibt und für das sich seit Jahren schon der Präsident unseres bayerischen Landesverbandes, Klaus Dieter Breitschwert, mit Nachdruck einsetzt. Wir im ZDK unterstützen diese Forderung. Das Wechselkennzeichen ermöglicht die Nutzung mehrerer Autos mit einem Kennzeichen, wobei jeweils nur ein Fahrzeug benutzt werden darf und die Steuer und Versicherung nach dem jeweils größten Modell berechnet wird. Unsere Nachbarn in Österreich und der Schweiz haben mit dieser Variante des Kennzeichens positive Erfahrungen gemacht, auch die Europäische Union und der Bundesverkehrsminister stehen ihm positiv gegenüber. Durch die Einführung von Wechselkennzeichen könnte bei vielen Autofahrern ein Anreiz geschaffen werden, sich etwa für Stadtfahrten und Kurzstrecken ein zusätzliches kleines und sparsames Fahrzeug anzuschaffen. Davon würde auch die Umwelt profitieren.

Soweit meine Ausführungen. Ich übergebe nun das Wort an Herrn Hülsdonk zum Thema Service- und Werkstattgeschäft.


Ganz zum Schluss dieser Jahrespressekonferenz folgt nun ein symbolischer Akt. Als Branchenverband sehen wir uns einer stetig wachsenden Nachfrage nach Informationen gegenüber. Das ist ein Grund mehr, pünktlich zu unserer Jahrespressekonferenz das Kfz-Gewerbe mit neuen Auftritten im Internet erscheinen zu lassen.

Wir bieten aktuelle Themen, Fakten und Hintergründe der Branche, und wir bieten zusätzliche Funktionalitäten: Allem voran ein Suchportal für Autofahrer, in das sich Meisterbetriebe der Innungen ab sofort kostenlos eintragen können.

Wir haben die besondere Herausforderung gemeistert, sowohl den Zentralverband mit kfzgewerbe.de als auch alle 14 Landesverbände gleichzeitig neu ins Netz zu bringen - von kfz-bayern.de über kfz-nrw.de bis kfz-sachsen.de.

Nach fast zehn Jahren Kfz-Gewerbe im Internet präsentiert sich die Branche nun  über alle Verbände hinweg mit einem modernen und vielseitigen Gesicht. Damit danken wir unseren Mitgliedsbetrieben, der Presse und den Autofahrern für 1 200 Internet-Besuche pro Tag. Mit dem neuen Auftritt wird diese Zahl weiter steigen, da bin ich mir sicher.

Nun freue ich mich, alle 15 Auftritte symbolisch online zu schalten.

Danke für Ihre Aufmerksamkeit.

 

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 Robert Rademacher
Präsident