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Licht-Test 2017: Minister Dobrindt stellt Plakette vor

Minister Alexander Dobrindt präsentiert die neue Licht-Test-Plakette mit ZDK-Präsident Jürgen Karpinski (r.) und Vorstand Hans Medele (l.) Foto: ProMotor

Bonn/Peißenberg. Bei einem Treffen mit ZDK-Präsident Jürgen Karpinski und Vorstand Hans Medele im oberbayerischen Peißenberg hat Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt die neue Plakette zum Licht-Test 2017 vorgestellt.

Die Organisatoren der Verkehrssicherheitsaktion, Kfz-Gewerbe und Deutsche Verkehrswacht (DVW), rechnen mit vielen Millionen Autofahrern, die im Herbst die Lichtanlage ihres Fahrzeugs überprüfen lassen.

Nach erfolgreichem Test signalisiert die Plakette an der Windschutzscheibe bei Verkehrskontrollen geprüftes Autolicht.

Jährlich im Oktober fordern Kfz-Meisterbetriebe, Prüforganisationen und Automobilclubs Autofahrer zum Test der Beleuchtung ihres Fahrzeugs auf. Die Fachleute beheben kleine Mängel sofort und kostenlos. Nötige Ersatzteile und umfangreichere Einstellarbeiten in den Werkstätten müssen bezahlt werden.

Die Ergebnisse des Licht-Tests 2016 in den Kfz-Meisterbetrieben waren erneut alarmierend. So lag die Pkw-Mängelquote mit 32 Prozent deutlich zu hoch und 41,5 Prozent der Nutzfahrzeuge fielen mit Licht-Mängeln auf.

Grund genug für die Polizei, im Oktober wieder bei Verkehrskontrollen verstärkt auf die Fahrzeugbeleuchtung zu achten. Dabei zeigt die Plakette 2017 „Freie Fahrt für gutes Licht“.

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt unterstützt die Aktion: „Sehen und gesehen werden – das ist im Straßenverkehr besonders wichtig. Die Aktion Licht-Test leistet seit mehr als 60 Jahren einen wichtigen Beitrag für die Verkehrssicherheit auf Deutschlands Straßen. Wie wichtig die Aktion ist, zeigen die Mängelquoten, die jedes Jahr wieder festgestellt werden.“

Laut ZDK-Präsident Jürgen Karpinski geben die Kfz-Meisterbetriebe durch die kostenlose Überprüfung jährlich einen dreistelligen Millionenbetrag als geldwerte Leistung an die Autofahrer weiter. Dabei stehen die Betriebe vor großen Herausforderungen.

„Die Werkstätten müssen mit genormten Prüfplätzen für die Scheinwerfereinstellung und mit neuen Prüfgeräten ausgerüstet werden. Komplexe Lichtsysteme lassen sich nur mit dem Auslesen der Steuerelektronik und der Neujustierung des Scheinwerfersystems mit einem elektronischen Testgerät einstellen. Und das ist nicht mal eben schnell im Vorbeigehen gemacht“, betont Karpinski.

Dafür müssen die Kfz-Meisterbetriebe, die sich am Licht-Test beteiligen, den notwendigen Aufwand berechnen. Und die Sicherheit sollte jedem Autofahrer auch den Kostenaufwand für die komplexe Scheinwerfer-Einstellung wert sein.

Letzte Änderung: 19.05.2017Webcode: 0114216