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Reifen für die sommersaison

Es gibt gute Gründe für den Reifenwechsel in der Werkstatt. Foto: ProMotor/T-Volz

Ihre Zeit ist jetzt gekommen: Ab Ostern lösen Sommerreifen die Winterspezialisten ab. 

Mit ihrem eigenen Profil und der besonderen Materialmischung bremsen und kurven sie in der warmen Jahreszeit auf trockener wie auf nasser Straße deutlich besser als Winterreifen. 

Auch gegenüber Ganzjahresreifen haben sie in Reifentests regelmäßig die Nase vorn. Fast jeder dritte Autofahrer lässt laut Deutscher Automobil Treuhand (DAT) beim schweißtreibenden Reifenwechsel Profis ans Werk. Dafür gibt es gute Gründe.  

Lagerung: In Werkstätten oder beim Reifenhändler überwintern die Reifen kühl, sauber, trocken und dunkel. Reifen ohne Felgen lagern hochkant stehend, Kompletträder liegend übereinander. Möglich sind auch Wandhalterungen und Felgenbäume. Weil die Reifen vor der Winterpause gekennzeichnet wurden, kann bei der Montage nichts verwechselt werden. 

Schäden: Mit Erfahrung finden die Werkstatt-Mitarbeiter Risse, Beulen, Nägel, Bordsteinschleifer. Das ist wichtig, denn wer einmal mit einem Reifenplatzer liegengeblieben ist, kennt das gefährliche Dilemma. 

Alter: Nach maximal 10 Jahren ist für jeden Reifen mal Schluss. Er ist abgerieben, porös, meist beschädigt. Die DOT-Nummer auf der Reifenflanke gibt Auskunft über das Alter (1418 = 14. Woche 2018). 

Profil: Verkehrsexperten empfehlen mindestens 3 Millimeter Profiltiefe, auch wenn der Gesetzgeber 1,6 Millimeter vorschreibt. Nur dann ist eine optimale Straßenhaftung bei jedem Wetter und Tempo gegeben. Wer mit abgefahrenen Reifen unterwegs ist, riskiert Bußgeld und Punkte. 

Auswuchten: Beim Fahren oder während der Einlagerung können sich Unwuchten bilden. Die Verformungen des Reifens machen sich besonders bei hohem Tempo durch Vibrationen, Geräusche oder ein flatterndes Lenkrad bemerkbar. Fahrkomfort und -sicherheit sinken, die Reifen verschleißen. Spätestens in diesem Fall wuchtet die Werkstatt die Räder vor der Montage mit ihrem speziellen Equipment aus.  

Luftdruck: Hand aufs Herz: Wie oft messen Autofahrer den Luftdruck? Viele kennen den richtigen noch nicht einmal. Dabei ist er d e r Sicherheitsfaktor überhaupt. Wer mit zu wenig Druck fährt, riskiert einen längeren Bremsweg, Aquaplaning-Unfälle, erhöhten Reifenverschleiß und verbraucht mehr Kraftstoff. Die Werte stehen in der Tankklappe, am Türholm und in der Bedienungsanleitung. 

Die Werkstatt-Meister bringen Auto und Fahrer mit dem richtigen Luftdruck in die sichere Spur und erklären auch die Reifendruckkontrollsysteme (RDKS). 

Fahrzeuge mit einem direkten System lernen sich nach Reifenwechsel und -druckkorrektur selbst an. Bei Autos, die mit einem indirekten System rollen, wird nach der Montage ein Reset fällig.  

E-Autos erhalten übrigens aufgrund ihres höheren Fahrzeuggewichtes und des damit verbundenen höheren Rollwiderstandes eine zusätzliche Portion Luft – je nach Fahrzeugtyp rund 0,5 bar mehr. 

Beratung: Die Reifen sind beschädigt, alt oder haben zu wenig Profil? Ein klarer Fall für neue Pneus. Erste Anhaltspunkte für die Wahl liefern Testberichte von Automobilklubs, Fachzeitschriften und Verbraucherorganisationen.  

Die Werkstatt hilft schlussendlich bei der Entscheidung, welche dieser Reifen zu den Bedürfnissen der Autofahrer passen. Sie erledigen Kauf, Montage und geben auch sonst viele Tipps. Beispielsweise den, sich nicht allein auf das RDKS zu verlassen. 

Die regelmäßige Luftdruckprüfung vor jeder großen Fahrt, am besten 14-tägig, schafft Sicherheit. Wenig Mühe, große Wirkung.

Letzte Änderung: 20.02.2020Webcode: 0128183