Diesel-Fakten für Meinungsbildner

(v.l.) Dr. Christoph Konrad, ZDK, Dr. Martin Endlein, DAT, Gero Storjohann, MdB, Dr. Axel Koblitz, ZDK.

[04.12.2017] Berlin. In der politisch aufgeladenen Diesel-Debatte helfen nur Fakten, um wieder auf eine sachliche Diskussionsebene zu kommen. Mit diesen Worten eröffnete Dr. Christoph Konrad, Leiter des ZDK-Hauptstadtbüros, das 2. Politische Frühstück des Verbandes in Berlin. Der Einladung gefolgt waren zahlreiche Meinungsbildner aus Politik und Verbänden, darunter Gero Storjohann, MdB und Mitglied im Bundestagsausschuss für Verkehr und digitale Infrastruktur.

Unter dem Motto „Was wird auf dem Weg nach Jamaika getankt?“ (wobei die Betonung auf „nach“ gelegt wurde) präsentierte Dr. Martin Endlein, Leiter Unternehmenskommunikation der Deutschen Automobil Treuhand (DAT), die Ergebnisse des aktuellen Diesel-Barometers der DAT. Die Sammlung aus Daten und Fakten basiert auf monatlich wechselnden Befragungen der Verbraucher und des Handels.

Die November-Befragung der Händler ergab unter anderem, dass gebrauchte Diesel-Pkw inzwischen rund 100 Tage beim Handel stehen, Benziner hingegen nur 81 Tage. Jeder Standtag kostet den Händler durchschnittlich 28 Euro pro Tag und Fahrzeug.

Jeder zweite Händler bildet inzwischen Rückstellungen für drohende Verluste wegen der Diesel-Krise. Und jeder fünfte Händler hat mit seinen Firmenkunden ein Limit bei Diesel-Neubestellungen vereinbart. Fazit der Ergebnisse des Diesel-Barometers im November: Der Handel kann mit gebrauchten diesel-Pkw momentan kein Geld verdienen.

Umso wichtiger sei es nach den Worten von Dr. Konrad, dass es auf politischer Ebene in Sachen Hardware-Nachrüstung älterer Diesel vorangehe. Die aktuelle politische Situation mit einem lediglich geschäftsführenden Verkehrsminister sei diesem Ansinnen nicht gerade förderlich. Trotzdem arbeite der ZDK in der vom Ministerium gebildeten Expertengruppe I sowie in zwei Unterarbeitsgruppen weiterhin aktiv an einer Lösung mit.

Letzte Änderung: 04.12.2017Webcode: 0117069