Abgasmessgeräte: Doppelprüfung ist unsinnig

VdTÜV und ZDK trafen sich in Berlin. Mit dabei Prof. Dr. Jürgen Brauckmann, Vorsitzender der Kommission Verkehrswesen beim VdTÜV, (5. v. r.) und Wilhem Hülsdonk, ZDK-Vizepräsident und Bundesinnungsmeister, (6. v. l.). Foto: ProMotor

[04.12.2019] Die Doppelprüfung - sprich Eichung und Kalibrierung - bei Abgasmessgeräten war ein Thema beim Jahresgespräch von VdTÜV und ZDK in Berlin.

Zum Hintergrund: Wer eine Abgasuntersuchung (AU) ordnungsgemäß durchführen will, muss dafür Messgeräte einsetzen, die fristgerecht von der zuständigen Eichbehörde geeicht und zusätzlich von einem akkreditierten Kalibrierlabor kalibriert sind.

Was das bedeutet, machen folgende Fakten deutlich: Allein in den anerkannten AU-Werkstätten müssen rund 65 000 bis 70 000 Messgeräte wiederkehrend geeicht und kalibriert werden. Hinzu kommen noch rund 30 000 Messgeräte in Technischen Prüfstellen und bei den Überwachungsorganisationen. Laut einer ZDK-Berechnung führt dies zu einer Mehrbelastung von mindestens 8,5 Millionen Euro bei allen berechtigten Untersuchungsstellen.

"Diese Doppelprüfung ist unsinnig." Darin waren sich beide Seiten einig. Dem Verordnungsgeber sollen nun Wege aus dem Dilemma aufgezeigt werden.

Angeführt von Professor Dr. Jürgen Brauckmann, dem Vorsitzenden der Kommission Verkehrswesen beim VdTÜV, sowie von ZDK-Vizepräsident und Bundesinnungsmeister Wilhelm Hülsdonk, diskutierten die Delegationen viele weitere Themen. Dazu gehörten etwa die zukünftige Fahrzeugüberwachung und die Digitalisierung der Kraftfahrzeuge.

Letztmals dabei war Professor Brauckmann, der in den Ruhestand geht. Für den ZDK dankte ihm Wilhelm Hülsdonk für die jahrelang konstruktive und immer verbindlich-freundliche Zusammenarbeit und wünschte ihm für den weiteren Lebensweg alles Gute.

Letzte Änderung: 04.12.2019Webcode: 0127322