Oettinger mahnt digitale Strategie im Kfz-Gewerbe an

EU-Kommissar Oettinger (m) wurde bei der Mitgliederversammlung begrüßt von Wilhelm Hülsdonk, Jürgen Karpinski, Michael Ziegler und Thomas Peckruhn (v.l.). Foto: ProMotor

[15.06.2018]  Das Kfz-Gewerbe brauche dringend eine Digitalisierungsstrategie. Das hat EU-Kommissar Günther Oettinger auf der ZDK-Mitgliederversammlung am 15. Juni in Stuttgart angemahnt.

Nach seiner Einschätzung seien weder die Betriebe noch der Verband genügend auf die digitale Revolution vorbereitet.

In seiner Rede mit dem Titel "Aufbruch in die digitale Zukunft" sagte er, dass für das Kfz-Gewerbe die Antwort auf die Frage, wem die Daten gehören, existenziell sei.

"Dafür brauchen wir dringend eine europäische Regelung gemäß der Maxime: Free flow of Data!", so Oettinger. Bezogen auf die in Deutschland notwendige flächendeckende digitale Infrastruktur empfahl er, lieber Schlaglöcher als Funklöcher zu akzeptieren.

In Deutschland müssten Milliarden in das 5G-Funknetz und Glasfaserkabel investiert werden. Zur Diesel-Krise sagte er in Richtung der Hersteller, dass es dringend notwendig sei, die Karten endlich vollends auf den Tisch zu legen. Eine Salamitaktik verschlimmere die Situation und schade im Moment der deutschen Volkswirtschaft.  

Letzte Änderung: 15.06.2018Webcode: 0120283