Viel Arbeit für Verkehrsminister Scheuer

[16.03.2018] Noch nicht ganz im Amt, da war der neue Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) gleich gefordert. Zu den vom Umweltbundesamt erneut ins Spiel gebrachten blauen Plaketten hat er sich klar positioniert: "Die blaue Plakette ist fachlich begründet falsch und bedeutet in der Folge Fahrverbote. Genau die wollen wir ja vermeiden."

Der 43-jährige CSU-Politiker fügte hinzu: "Auf der einen Seite haben die Menschen einen Anspruch auf saubere Luft, auf der anderen Seite müssen wir etwas gegen eine Quasi-Enteignung der Diesel-Fahrer und einen immensen Preisverfall der Autos tun."

Auch in der weiteren Aufklärung des Diesel-Skandals sind die Augen des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes auf den neuen Verkehrsminister gerichtet. Hier geht es um das weitere Vorgehen der Experten- und Unterarbeitsgruppen des Nationalen Forums Diesel. Angesichts drohender Fahrverbote ist der Druck bei den betroffenen Händlern und Diesel-Fahrern besonders groß.

An der Seite von Minister Scheuer wird Steffen Bilger (CDU) neuer parlamentarischer Staatssekretär und übernimmt den Aufgabenbereich von Norbert Barthle, der in das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung unter Minister Gerd Müller (CSU) wechselt. Enak Ferlemann bleibt weiterhin Staatssekretär im Verkehrsministerium.

Auch privat hat Andreas Scheuer viel mit Autos zu tun. Als Oldtimer-Fahrer und Gründer des 2009 ins Leben gerufenen Parlamentskreises „Automobiles Kulturgut“ ist das Kraftfahrzeug für ihn weitaus mehr als nur ein Fortbewegungsmittel.

Letzte Änderung: 16.03.2018Webcode: 0118803