Die europäische Branchenvertretung des Kfz-Gewerbes startet neu: Seit
gestern ist die Übernahme von CECRA (European Council for Motor Trades and Repairs) durch
Automotive Mobility Europe (AME) vollzogen. CECRA geht vollständig in AME auf und endet
nach 40jährigem Bestehen als eigenständige Organisation, während AME als Rechtsnachfolger
die zentrale Interessensvertretung des gesamten Kfz-Gewerbes auf EU-Ebene übernimmt.
AME vereint die Interessen des gesamten automobilen Ökosystems – Fahrzeughandel und
Werkstätten, freie und markengebundene Betriebe, bis hin zu weiteren Playern des
Aftermarkets. Ziel ist es, die Stimme der Branche in Brüssel klarer und wirkungsvoller zu
positionieren. Insgesamt vertritt AME künftig rund 4,5 Millionen Beschäftigte des europäischen
Kfz-Gewerbes.
„Die Umbrüche in unserer Branche sind tiefgreifend und beschleunigen sich weiter. Gerade jetzt
brauchen wir in Brüssel dringend eine durchsetzungsfähige und geschlossene Stimme, die mit
Nachdruck für faire Wettbewerbsbedingungen sorgt“, erklärt Jürgen Hasler,
Hauptgeschäftsführer des ZDK und Co-Präsident von AME.
„Während wir uns in Deutschland in
einer Aufsplitterung der Verbände verlieren, ist es ein ermutigendes Signal, dass wir auf
europäischer Ebene die Bündelung der politischen Interessenvertretung für das Kfz-Gewerbe
positiv angehen. Es liegt noch viel Arbeit vor uns. Aber mit der Übernahme von CECRA auf AME
schaffen wir die Voraussetzung, die Anliegen des Kfz-Gewerbes koordiniert und überzeugend
auf europäischer Ebene zu vertreten.“
AME setzt sich für praxisnahe, mittelstandsfreundliche Regulierung, faire
Wettbewerbsbedingungen und den diskriminierungsfreien Zugang zu Fahrzeugdaten ein.
Darüber hinaus stehen Bürokratieabbau, nachhaltige Mobilität und die Stärkung des Reparatur-
und Servicenetzes im Fokus.
Der ZDK hatte als Mitbegründer von CECRA, dem früheren europäischen Dachverband des Kfz-
Gewerbes, die Interessenvertretung über Jahrzehnte mitgeprägt. Mit AME entsteht nun eine
schlagkräftige Organisation, die den Transformationsprozess der Branche aktiv begleitet und
politisch flankiert.
Neben den acht Gründungsmitgliedern von AME - AKL (Finnland), ARAN (Portugal),
AutoBranchen (Dänemark), BOVAG (Niederlande), GANVAM (Spanien), Mobilians (Frankreich),
Traxio (Belgien) sowie der deutsche ZDK – sind nun zwölf weitere nationale Verbände des Kfz-
Gewerbes sowie drei europäische Autohandelsvertretungen durch die Übernahme Mitglied in
AME.
Jürgen Hasler, Hauptgeschäftsführer des ZDK, und Xavier Horent, Generaldirektor von
Mobilians, bilden die Doppelspitze als Co-Präsidenten des im letzten Jahr gegründeten
Verbands.
