Was tun, wenn die Lichter ausgehen?

Trübe Aussichten: Immer wieder funzeln sich „einäugige“ Fahrzeuge durch Dunkelheit, Nebel und Starkregen. Jedes sechste Auto fiel beim Licht-Test 2024 von Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe und Deutscher Verkehrswacht mit defekten Scheinwerfern durchs Raster. 

Erhellend, wenn entgegenkommende Autos dann mit Lichthupe auf den Schlamassel aufmerksam machen. Schnelles Handeln tut Not. Schließlich steht die Verkehrssicherheit aller auf dem Spiel – von den drohenden Bußgeldern mal ganz abgesehen. Was also tun? Sechs Tipps für den Notfall.

Tipp 1: Vor längeren Fahrten Licht prüfen

Einmal ums Auto sausen und schon sind die Funktionen von Scheinwerfern, Rücklichtern und Blinkern gecheckt. Wer noch etwas Zeit bis zur nächsten großen Tour hat, sollte zum Licht-Sicht-Test im Oktober in die Werkstatt fahren. Professioneller geht’s nicht. Der Check kostet nichts. Die notwendige Instandsetzung, der Einsatz von Diagnosegeräten sowie Ersatzteile müssen hingegen berechnet werden. 

Tipp 2: Alternativen zum Abblendlicht wählen

Das Abblendlicht strahlt nicht mehr. Ersatzlampen? Fehlanzeige! Und das mitten in der Nacht. Um zum Lampentausch noch halbwegs sicher in die nächste Werkstatt oder nach Hause zu kommen, können das Standlicht oder bei schlechter Sicht die Nebelscheinwerfer kurzzeitig eine Alternative sein. Letztere dürfen allerdings nur bei Sichtweiten unter 50 Meter strahlen. Dann gilt auch maximal Tempo 50. Wer sie länger nutzt, zahlt eine Geldstrafe.

Tipp 3: Ersatzlampen an Bord deponieren

Pflicht ist die Mitnahme von Ersatzlampen hierzulande nicht. Für Fahrzeuge mit Halogenlampen und sogenannten Retrofit-LEDs macht sie allerdings Sinn. Denn auch Laien können sie mit etwas Geschick tauschen. Anders Xenon- und viele LED-Lampen – die müssen in der Werkstatt gewechselt werden. 

Tipp 4: Lampen immer paarweise tauschen

Auch wenn nur eine Lampe kaputt ist, sollte immer paarweise gewechselt werden. Die Gefahr, dass beide Scheinwerfer die Straße ungleichmäßig beleuchten, der Gegenverkehr geblendet wird oder vermeintlich ein Motorrad sichtet, ist groß. Und mit Sicherheit gibt die noch funktionierende Lampe auch bald ihren Geist auf. 

Tipp 5: Scheinwerfer richtig einstellen

Die Glühlampen sind gewechselt und gut ist? Schön wär’s. Nach jedem Lampentausch muss die Scheinwerferhöhe korrekt eingestellt werden. Strahlen sie beispielsweise nur ein Prozent zu hoch, steigert sich das Blendrisiko um den Faktor 20. Auch hier bietet der Licht-Sicht-Test in der Werkstatt mit Wissen, Erfahrung und Technik Hilfe aus erster Hand.

Tipp 6: Bußgelder beachten

Fahren mit defekter Beleuchtung oder ganz ohne Licht im Dunkeln oder bei schlechter Sicht kostet beispielsweise 48,50 Euro. Zuschläge gibt es bei Gefährdung und Unfall. Muss ja nicht sein.