Zum Inhalt springen Zum Fußbereich springen

Steigende Spritpreise: ZDK warnt Autofahrer vor wirkungslosen „Spritspar-Dongles“

Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) warnt Autofahrer und Verbraucher eindringlich vor dem Kauf sogenannter „Spritspar-Stecker“, die derzeit verstärkt im Internet beworben werden. Die über die OBD-Schnittstelle angeschlossenen Geräte versprechen Einsparungen beim Kraftstoffverbrauch von bis zu 55 Prozent. Nach Einschätzung des ZDK entbehren diese Angaben jeder technischen Grundlage und führen Verbraucher in die Irre. 

Keine messbare Wirkung – leere Versprechen
Untersuchungen unabhängiger Stellen sowie Berichte aus Fachmedien zeigen übereinstimmend, dass die angebotenen OBD (Onboard Diagnose)-Dongles in der Regel keinerlei Einfluss auf den Kraftstoffverbrauch haben. In vielen Fällen kommt nicht einmal eine tatsächliche Verbindung zur Motorsteuerung zustande, sodass eine technische Wirkung ausgeschlossen ist.

„Moderne Fahrzeuge verfügen über hochkomplexe, exakt aufeinander abgestimmte Motormanagementsysteme. Eine pauschale Verbrauchsoptimierung durch ein simples Steckgerät ist daher schlicht nicht möglich“, stellt ZDK-Präsident Thomas Peckruhn klar. „Nicht selten beschränken sich diese Produkte auf rudimentäre Elektronik ohne jede funktionale Anbindung an fahrzeugrelevante Systeme.“

Typisches Muster unseriöser Angebote
Nach Beobachtung des ZDK folgen die vermeintlichen „Spritsparlösungen“ einem klaren Muster unseriöser Geschäftspraktiken: Anbieter locken mit unrealistischen Einsparversprechen, liefern keine belastbaren technischen Nachweise und stützen ihre Werbung auf irreführende Begriffe oder angebliche „Studien“, die einer Überprüfung nicht standhalten. Gleichzeitig werden die Produkte mit hohem Werbedruck über soziale Medien und Spam-Kanäle verbreitet. Besonders in Zeiten steigender Kraftstoffpreise – aktuell verschärft durch die angespannte Lage im Nahen Osten – nehmen solche Angebote spürbar zu, da viele Autofahrer gezielt nach Möglichkeiten suchen, ihre Kraftstoffkosten zu senken.

Klare Empfehlung an Verbraucher
Da ein nachweisbarer Nutzen für Autofahrer nicht besteht, rät der ZDK ausdrücklich vom Kauf und Einsatz sogenannter Spritspar-Stecker ab. Verbraucher riskieren vielmehr, auf irreführende und kostenintensive Versprechen hereinzufallen. Wer den Kraftstoffverbrauch seines Fahrzeugs nachhaltig senken möchte, sollte stattdessen auf bewährte und tatsächlich wirksame Maßnahmen setzen – etwa eine vorausschauende Fahrweise, regelmäßige Wartung sowie den korrekten Reifendruck.

„Verbraucher sollten bei vermeintlichen Wunderlösungen im Internet besonders aufmerksam sein“, betont Peckruhn. „Seriöse Einsparpotenziale lassen sich nicht per Steckdose aktivieren, sondern nur durch eine Kombination aus moderner Fahrzeugtechnik, fachgerechter Wartung und einem verantwortungsbewussten Fahrstil.“